Wer das Moar Gut kennt, weiß: Architektur ist hier mehr als Gestaltung – sie ist ein Gefühl. Ob im Hochgartl, am Natur Kinderhof oder im Natur Spa – jeder Raum erzählt seine eigene Geschichte. Gemeinsam mit LP Architektur aus Altenmarkt schaffen wir Orte, die alle Sinne berühren. Im heutigen Blog widmen wir uns einem ganz besonderen Detail im Natur Spa: der Treppe.
Tom Lechner, Architekt und Inhaber von LP Architektur, gestaltet das Moar Gut gemeinsam mit uns. Für seine außergewöhnlichen Ideen und Visionen ist er weit über die Region hinaus bekannt. Mit großer Sensibilität gelingt es ihm, die Natur nach innen zu holen und unvergleichliche architektonische Elemente zu schaffen. Neben dem Hochgartl, dem Aktivgartl und vielen weiteren Bereichen unseres Resorts stammt auch der Natur Spa aus seiner Feder. Die Gedanken und Visionen von Herrn Lechner haben wir hier niedergeschrieben:
Die Treppe versteht sich als Raumskulptur, wie ein Möbelstück im Raum, das Präsenz zeigt, insbesondere durch das Antrittspodest im unteren Bereich. Unten herrscht Dunkelheit, und genau hier beginnt eine bewusst gestaltete Wegführung. Diese untere Zone fungiert als Zwischenraum – eine Übergangszone, die Zeit zum Ankommen, zum Erden und zur inneren Vorbereitung bietet. Es ist ein Ort der Ruhe, eine Phase der „Seelenzeit“, bevor man weitergeht. Von hier aus führt der Weg Schritt für Schritt nach oben ins Licht.
Der gespitzte Beton beziehungsweise Stein symbolisiert die Schwere, das Schützende und Behütende des Untergrundes und der Natur. Aus dieser massiven, erdverbundenen Atmosphäre heraus entwickelt sich der Weg in Richtung Leichtigkeit – hin zum Licht und zur Holzbauweise des oberen Bereichs. Die Materialität unterstützt diesen Übergang bewusst und emotional.
Die Architektur nimmt sich dabei in ihrer Gestaltung zurück. Sie ist nicht dekorativ, sondern reduziert und klar. Es gibt keine Ablenkung, nichts Überflüssiges. Wenige Materialien schaffen eine ruhige Atmosphäre, die hilft, Abstand vom Stress zu gewinnen und zur inneren Ruhe zu kommen. Der Stein verstärkt die Assoziation der Zwischenzone und bereitet emotional auf das vor, was oben folgt. Diese Zone liegt bewusst zwischen dem Unterirdischen und dem Oberirdischen.
Auch im Außenraum fließt der Bodenbelag zunächst weiter, bis zu jenem Punkt, an dem man in diese Zwischenzone eintritt. Ab hier verändert sich das Gehen: Die Schritte werden bewusster, langsamer, konzentrierter. Man nimmt sich Zeit für die Vorbereitung auf das Kommende. Gleichzeitig wird dieser bewusste Schritt von der Dynamik der Treppe aufgenommen und weitergeführt – ein Zusammenspiel aus Achtsamkeit und Bewegung.
Neben der Architektur ist die Umsetzung von besonderer Bedeutung. Die Firma Gruber-Hofer Metallbau hat die Stiege im Natur Spa für uns gebaut. Hier ein paar Eckdaten:
Arbeitszeit: ca. 750 Stunden
Gewicht: 9 Tonnen
Durchmesser: Ca. 4 Meter
Material: 12mm Stahlblech S355J2 eingerollt zu den Blechwangen, welche gleichzeitig auch die Tragkonstruktion bilden. Für die Stufen wurde ein 6mm Stahlblech gekantet.
Ca. 12 Rollen Schweißdraht
Lieferung & Montage: Mittels Schwertransporter und Autokran
Das Besondere daran: Die Stiege wurde in der Metallwerkstatt in zwei Teilen vorgefertigt und per Schwertransporter angeliefert. Mithilfe eines Autokrans wurde sie von oben in das Gebäude eingesetzt – noch bevor die Dachdecker ihre Arbeit aufnahmen. Erst vor Ort wurden die einzelnen Elemente zusammengefügt und später vom Tischler sowie vom Maler final ausgearbeitet.
Architekt: LP Achitektur - Lechner Tom, Altenmarkt
Schlosser: Gruber-Hofer Mellbau, Altenmarkt
Maler: Malerei Taxer, Hüttschlag
Tischler: Tischlerei Huber, Hüttschlag
Josef Kendlbacher: "Unglaublich zu sehen, wie aus einer Anfangsidee mit vielen Handgriffen ein architektonisches Meisterwerk entsteht. Ein großes Dankeschön geht an die heimischen Firmen, die mit uns gemeinsam Projekte wie diese umsetzen."
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